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  NVR Lehrpfad
5. Buchenwald statt Fichtenmonokultur
Frühblüher
Buchenwälder sind im Vergleich zu anderen Wäldern sehr dunkel. Mit ihren grossen Kronen schliessen sie das Blätterdach und lassen nur wenig Licht bis auf den Waldboden. Daher wachsen nur wenige Pflanzenarten in Buchenwäldern. Einige von ihnen haben raffinierte Strategien entwickelt. Eine ganze Reihe an Pflanzen blüht z.B. ganz früh im Jahr, bevor die Buchen ihre Blätter haben, und entgeht so dem Lichtmangel. Diese Frühblüher, zu denen z.B. der Bärlauch gehört, sind typisch für Buchenwälder. Sie haben meist spezielle Anpassungen wie Zwiebeln oder Knollen, die ihnen die nötige Energie geben um schon so früh im Jahr zu blühen.
Im folgenden sind ein paar dieser Frühblüher vorgestellt:
Bärlauch
Busch-Windröschen (giftig ✝)
Märzenglöckchen (giftig ✝)
Scharbockskraut (giftig ✝)
Frühlings-Schlüsselblume
Aronstab (sehr stark giftig ✝✝✝)
Wildkräuter aus dem Wald
Einige der Frühblüher aber auch viele andere Wildkräuter, die in natürlichen Buchenwäldern wachsen können auch in der Küche verwendet werden. Eine kleine Einführung zu Wildkräutern liefert dieser Artikel aus dem Beobachter. Versuchen Sie doch einmal ein paar der unten stehenden Rezept Ideen aus:
- Bärlauchpesto
- Waldmeisterbowle
- Salat mit Bucheckern
- Brennnesselsuppe
- Salat mit Knoblauchsrauke
- Giersch-Quiche
- Holunderblütensirup
Der Kontrast zur Fichtenmonokultur
Die Vielfalt an Frühlblühern und Wildkräutern in Buchen- und Mischwäldern steht in starkem Kontrast zur Fichtenmonokultur. In den Fichtenmonokulturen in unseren Wäldern finden wir nur sehr wenige Pflanzenarten im Unterwuchs, da die Bäume so dicht gepflanzt wurden, dass fast kein Licht auf den Boden kommt. Auch aus forstlicher Sicht haben Fichtenmonokulturen einige Nachteile. Dadurch, dass Fichten flachwurzeln sind sie zum Beispiel anfällig für Trockenheit und fallen bei Stürmen leicht um. Ausserdem sind Monokulturen sehr anfällig für Schädlinge wie den Borkenkäfer.
Nicht alle Fichtenwälder sind artenarm
Fichtenwälder sind keinesfalls immer artenarm. Ganz im Gegenteil: Die natürlichen Fichtenwälder in den höheren Lagen der Schweiz sind sehr artenreiche Lebensräume. Durch ihren vielfältigeren Aufbau sind sie interessanter Lebensraum für viele Tiere und Pflanzen. In diesen Fichtenwäldern findet man z.B. den Dreizehenspecht, das Auerhuhn oder das Haselhuhn. Häufig sind auch Heidelbeeren und andere Zwergsträucher in grossen Mengen zu finden.
Mehr Informationen:
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